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Notennamen: die sieben Buchstaben der Musik

Es gibt Tausende von Liedern, aber nur sieben Notennamen. Sie wiederholen sich immer wieder, genau wie die sieben Wochentage. Wenn du die sieben Namen kennst und weißt, wo sie auf dem Klavier liegen, wird alles andere in der Musik leichter.

Geprüft am 7. Oktober 2026

In dieser Lektion

Sieben Namen, wie die Wochentage

Die Töne heißen nach den ersten Buchstaben des Alphabets. Die meisten Lektionen beginnen bei C, also wir auch. Im Deutschen sagst du C D E F G A H. Auf dieser Seite und fast überall auf der Welt (in Akkordsymbolen und Apps) heißt der letzte Ton aber B: C D E F G A B. Unser B auf dieser Seite ist also dein H. Mehr dazu weiter unten.

Nach B (H) kommt wieder C, so wie nach Sonntag wieder Montag kommt. Das neue C klingt wie derselbe Ton wie das alte, nur höher. Das hörst du, wenn ein Mann und ein Kind zusammen dasselbe Lied singen: Es klingt wie eine Melodie, aber die Stimme des Kindes liegt genau um diesen Abstand höher.

Von einem C bis zum nächsten C nennt man eine Oktave. „Okta“ bedeutet acht, wie die acht Arme eines Oktopus. Es gibt nur sieben Namen, warum also acht? Weil wir beide C mitzählen: C D E F G A B C. Das ist wie das Zählen von einem Montag bis zum nächsten Montag: acht Tage, wenn du beide Montage mitzählst.

Klaviertastatur: Tippe auf eine Taste, um sie zu hören

So findest du das C auf dem Klavier

Schau dir die schwarzen Tasten an. Sie kommen in Gruppen: zwei zusammen, dann drei zusammen, dann wieder zwei, dann drei, die ganze Tastatur entlang.

C ist die weiße Taste direkt links von jeder Zweiergruppe schwarzer Tasten. Stell dir die zwei schwarzen Tasten als kleines Dach vor und das C als Tür auf der linken Seite des Hauses.

Wenn du das C gefunden hast, kommen nach rechts die weißen Tasten D E F G A B (H) und dann das nächste C.

Probier’s aus: Tippe oben auf der Tastatur auf jedes C. Alle klingen gleich, nur höher oder tiefer.

Do Re Mi: die Singnamen

Beim Singen benutzt man oft Silben statt Buchstaben, weil sich Silben leichter singen lassen: Do Re Mi Fa Sol La Ti (in manchen Ländern Si statt Ti).

In Frankreich, Italien oder Spanien ist Do immer C, Do Re Mi ist dort einfach ein anderer Name für C D E. Das nennt man „feste Solmisation“ (festes Do). Bei uns benennst du die Töne im Alltag mit Buchstaben. Do Re Mi lernst du meistens im Chor oder im Musikunterricht, und dort ist Do oft der Grundton eines Dur-Liedes (der Ton, auf dem es fertig klingt), egal welcher Ton das gerade ist. Das nennt man „relative Solmisation“ (bewegliches Do). Beides ist üblich; deine Lehrerin, dein Lehrer oder dein Buch sagt dir, welche Art gemeint ist.

Buchstabennamen und Singnamen
BuchstabeSingname
CDo
DRe
EMi
FFa
GSol
ALa
BSi / Ti

Schwarze Tasten: Kreuz ♯ und b ♭

Eine schwarze Taste bekommt ihren Namen von einer weißen Taste daneben. Das Kreuz ♯ bedeutet „die nächste Taste höher“: Die schwarze Taste direkt rechts vom C ist C♯ (gesprochen Cis). Das b ♭ bedeutet „die nächste Taste tiefer“: Die schwarze Taste direkt links vom D ist D♭ (gesprochen Des).

C♯ und D♭ sind also dieselbe Taste mit zwei Namen, wie ein Freund, der einen richtigen Namen und einen Spitznamen hat. Welchen Namen wir benutzen, hängt von der Musik drumherum ab.

An zwei Stellen liegt keine schwarze Taste dazwischen: E–F und B–C (im Deutschen H–C). Diese weißen Tasten liegen schon direkt nebeneinander, deshalb ist E♯ (Eis) dieselbe Taste wie F, und B♯ (His) dasselbe wie C. Diese Namen siehst du nicht oft, aber jetzt weißt du, warum es sie gibt. (Andersherum genauso: F♭ (Fes) ist E, und C♭ (Ces) ist B (auf Deutsch H).) In manchen Tonleitern siehst du sogar ein Doppelkreuz 𝄪 (zwei Tasten höher) oder ein Doppel-b 𝄫 (zwei Tasten tiefer): F𝄪 (Fisis) spielst du auf der G-Taste.

Ein Auflösungszeichen ♮ hebt ein Kreuz oder ein b auf und bringt den Ton zurück auf seine normale weiße Taste.

Klaviertastatur: Tippe auf eine Taste, um sie zu hören

Zahlen hinter den Buchstaben: welches Stockwerk?

Ein Klavier hat viele Cs, deshalb hängen wir eine Zahl an, die sagt, welches gemeint ist, wie das Stockwerk in einem Hochhaus. Das C nahe der Mitte des Klaviers ist C4, auch eingestrichenes c (c') genannt (manche Keyboards und Apps nennen es C3). Das C darüber ist C5, das darunter C3.

Die Zahl steigt bei jedem C um eins: Die Taste direkt nach B3 (H3) ist C4. Das A über dem eingestrichenen c ist A4. Es schwingt 440-mal pro Sekunde, und Orchester und Stimmgeräte benutzen es als gemeinsamen Stimmton, den Kammerton.

Notennamen auf der ganzen Welt

Die Töne sind überall gleich, aber ihre Namen ändern sich von Land zu Land. Hier siehst du die internationalen Namen, die deutschen Namen und ein paar andere, die dir in Büchern und Videos begegnen können.

Dieselben sieben Töne in verschiedenen Namenssystemen
CDEFGAB
International (auch auf dieser Seite)CDEFGAB
DeutschCDEFGAH
Singnamen (Italienisch, Französisch, Spanisch …)DoReMiFaSolLaSi
Traditionelle japanische Namenハニホヘトイロ

Im Deutschen heißt die weiße Taste, die international B heißt, H. Und unser deutsches B ist international B♭. Siehst du in einer englischen App oder auf dieser Seite ein B, denk an H; steht dort B♭, ist dein B gemeint. Auch die Namen mit Kreuz und b sind anders: Wo wir Cis, Fis oder Es sagen, schreibt man international C♯, F♯ oder E♭.

Kleines Quiz: Wie heißt die Taste?

Auf der Tastatur leuchtet eine Taste auf. Wähle ihren Namen (mit den internationalen Buchstaben, also B für H). Die Zweier- und Dreiergruppen der schwarzen Tasten helfen dir dabei.

Nächste LektionIntervalle: wie weit zwei Töne auseinanderliegen

Klavierklang: Salamander Grand Piano von Alexander Holm (CC BY 3.0).