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Musikgeschichte · 9 / 17

Joseph Haydn: Musik mit einem Lächeln

Joseph Haydn schrieb Musik für Orchester und Streichquartette, und seine Stücke sind oft fröhlich und voller Überraschungen. Er versteckte sogar kleine Scherze darin, sodass sich das Hören seiner Musik wie ein Spiel anfühlen kann.

Geprüft am 7. Oktober 2026

In dieser Lektion

Aus einem kleinen Dorf nach Wien

Haydn wurde 1732 in Rohrau geboren, einem Dorf in Österreich. Er hatte eine schöne Singstimme, und als kleiner Junge kam er in den Knabenchor des Stephansdoms in Wien. Dort lernte er weiter Musik, bis sich seine Stimme als Jugendlicher veränderte.

Als Erwachsener arbeitete er viele Jahre für eine reiche Familie, die Esterházys, die in einem prächtigen Schloss lebte. Später reiste er zweimal nach London, 1791–1792 und 1794–1795, und die Menschen dort liebten seine Musik.

Haydn starb 1809 friedlich zu Hause in Wien, im Alter von 77 Jahren.

Eine Bilderbuchzeichnung, kein Porträt.

Freunde und Schüler

Haydn lernte in den 1780er-Jahren in Wien den jüngeren Komponisten Mozart kennen. Die beiden wurden Freunde, und ein gemeinsamer Freund erinnerte sich an eine Feier, auf der Haydn und Mozart zusammen Streichquartette spielten.

In den 1790er-Jahren kam der junge Beethoven nach Wien und lernte eine Zeit lang bei Haydn. Beethovens erste Sinfonie wurde im Jahr 1800 zum ersten Mal gespielt, einige Jahre nach diesem Unterricht.

Es gibt auch eine berühmte Geschichte über die „Abschiedssinfonie“. Der Überlieferung nach wollten die Musiker vom Sommerschloss des Fürsten nach Hause, und so ließ Haydn das Stück enden, indem die Spieler einer nach dem anderen die Bühne verließen.

Musik mit Überraschungen

Haydns Musik ist klar, lebhaft und voller guter Laune. Er spielte gern mit dem, was die Zuhörer erwarten, und tat dann etwas anderes. Auf dem Schloss leitete er sein eigenes Orchester, deshalb konnte er immer wieder neue Ideen ausprobieren und hören, was funktionierte.

Er schrieb so viele Sinfonien und Streichquartette, dass man ihn oft den „Vater“ von beiden nennt. Viele junge Komponisten lernten von ihm.

Darauf kannst du beim Hören achten

Diese vier Stücke zeigen Haydns verspielte Seite und seine Freude am Erzählen.

Sinfonie Nr. 94 („Mit dem Paukenschlag“)
Achte auf eine leise, sanfte Melodie im langsamen Satz, die plötzlich von einem lauten Akkord unterbrochen wird.
Sinfonie Nr. 45 („Abschied“)
Achte auf den Schluss, wo die Spieler einer nach dem anderen aufhören, bis nur noch zwei Geigen übrig sind.
Die Schöpfung
Achte auf den Moment bei „Und es ward Licht“, wo die Musik von leise zu einem hellen, lauten Akkord wechselt.
Trompetenkonzert
Achte auf die Trompete, die eine richtige Melodie mit vielen verschiedenen Tönen spielt; sie wurde 1796 für eine neue Art von Trompete mit Klappen geschrieben.

Klatsche ganz leise zu einem ruhigen Stück mit, und klatsche dann einmal, so laut du kannst, in dem Moment, in dem du die große Überraschung hörst.

Einige Stücke, die man kennen sollte

Haydn schrieb sehr viel Musik. Hier sind einige Arten von Stücken, nach denen du suchen kannst.

Sinfonien
Lange Stücke für ein volles Orchester. Haydn schrieb mehr als 100 davon, einige mit Beinamen wie „Mit dem Paukenschlag“ und „Abschied“.
Streichquartette
Musik für vier Streicher, zum Beispiel zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello, die sich wie Freunde miteinander unterhalten.
Oratorien
Große Stücke für Sänger und Orchester, die eine Geschichte erzählen, wie „Die Schöpfung“ (erstmals 1798 aufgeführt) und „Die Jahreszeiten“ (1801).
Kaiserhymne
Eine ruhige, würdevolle Melodie, die er 1797 schrieb. Sie gefiel ihm so gut, dass er sie im langsamen Satz eines seiner Streichquartette noch einmal verwendete, das den Beinamen „Kaiserquartett“ trägt.

Währenddessen in der Welt

  1. 1742
    Der Messias ist zum ersten Mal zu hören

    In Dublin wurde Händels Messias zum ersten Mal aufgeführt, als Haydn etwa zehn war.

  2. 1750
    Bachs letztes Jahr

    Der große Komponist Johann Sebastian Bach starb in Leipzig in Deutschland.

  3. 1756
    Mozart wird geboren

    Wolfgang Amadeus Mozart wurde in Salzburg in Österreich geboren.

  4. 1791
    Eine Zauberflöte auf der Bühne

    In Wien wurde Mozarts Oper Die Zauberflöte zum ersten Mal aufgeführt.

  5. 1800
    Beethovens erste Sinfonie

    Beethovens Sinfonie Nr. 1 wurde in Wien zum ersten Mal gespielt.

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Klavierklang: Salamander Grand Piano von Alexander Holm (CC BY 3.0).